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    Großer Krieg: Unterschied zwischen den Versionen

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    {{Infobox Ereignis
    {{Infobox Ereignis
    |name        = Großer Krieg
    |bild         =LA being nuked.gif
    |bild       = GreatWar000.jpg
    |desc          =Atomangriff auf [[Boneyard|Los Angeles]]
    |ort        = [[Fallout Welt|Erde]]
    |datum         =[[Zeitleiste#2077|23. Okt. 2077]]
    |datum       = [[Zeitleiste#2077|23. Oktober 2077]]
    |ort          =[[Fallout Welt|Erde]]
    |ergebnis   = Zerstörung der Zivilisation
    |ergebnis     =
    |partei1     = [[Vereinigte Staaten von Amerika]]
    * Auslöschung eines Großteils der Menschheit
    |partei2     = [[Volksrepublik China]]
    * Zusammenbruch aller Nationalstaaten
    |partei3    = [[Vorkriegsland|Sonstige Staaten]]
    * Globaler Zusammenbruch der Gesellschaft
    |führer1     = US Präsident (Unbekannt)
    * Globale Zerstörung der Infrastruktur
    |führer2     = [[Chairman Cheng]]
    * Schwere Umweltschäden und beschleunigte globale Erwärmung
    |führer3 = -}}{{Spiele|FO|FO2|FO3|FNV|FOT|FOBOS|FOW|FB}}
    * Großflächige radioaktive Verschmutzung
    * Auftreten von Mutationen in Flora und Fauna
    |partei1       =[[Datei:USA Flag Pre-War.png|x14px]] [[Vereinigte Staaten von Amerika]]
    |partei2       =[[Datei:Chinese flag.png|x14px]]<br />[[Volksrepublik China|Volks-<br />republik China]]
    |partei3       =[[Datei:Soviet Union flag.png|x14px]]<br />[[Sowjetunion|Sowjet-<br />union]]
    |partei4      =weitere atom-<br />waffen-<br />fähige Nationen
    |anführer1     =[[Datei:USA Flag Pre-War.png|x14px]]<br />[[Letzter Präsident der Vereinigten Staaten|Letzter Präsident der Ver-<br />einigten Staaten]]
    |anführer2     =[[Datei:Chinese flag.png|x14px]] [[Cheng (Vorsitzender)|Vorsitzen-<br />der Cheng]]
    |anführer3     =[[Datei:Soviet Union flag.png|x14px]]<br />Sowje-<br />tischer General-<br />sekretär
    |anführer4    =unbekannt
    |streitkräfte1 =[[United States Armed Forces]]
    |streitkräfte2 =[[Volksbefreiungsarmee|Volksbe-<br />freiungs-<br />armee]]
    |streitkräfte3 =Sowje<br />tische Streit-<br />kräfte
    |streitkräfte4 =Verschie-<br />dene Streit-<br />kräfte
    |vorherig      =[[Ressourcenkrieg]]<br />[[Chinesisch-Amerikanischer Krieg]]<br />[[Amerikanische Annexion Kanadas]]
    |gleichzeitig  =
    |folgend      =[[Großer Blackout]]
    }}


    {{Zitat|Krieg, Krieg ist immer gleich.|[[Tilo Schmitz]]}}[[Datei:FO1TiloSchmitzDerErzaehlerKriegistimmergleich.ogg|noicon|center]]
    {{Zitat|Eine große Säuberung, ein atomarer Funke, gezündet von Menschenhand, geriet schnell außer Kontrolle. Nukleares Feuer regnete auf die Erde herab. Kontinente gingen in Flammen auf und versanken in den kochenden Fluten der Ozeane. Die Menschheit wurde nahezu völlig ausgelöscht, ihr Geist wurde Teil der Radioaktivität, die sich wie ein Leichentuch auf die Erde legte.|[[Tilo Schmitz]]}}


    '''Der Große Krieg''' begann und endete am Sonnabend des [[Zeitleiste#2077|23. Oktober 2077]], mit dem Abschuss der [[Taktische Nuklear Waffen|Nuklearwaffen]] aller Atomwaffen fähigen Nationen der [[Fallout Welt]]. Als die letzte Atombombe gefallen und der letzte Atomsprengkopf explodiert war, fiel die Welt in die Dunkelheit des Nuklearen Holocausts. Es war ein totaler Atomkrieg zwischen den zwei größten Supermächten der damaligen Zeit, den [[Vereinigte Staaten von Amerika|Vereinigten Staaten von Amerika]] und der [[Volksrepublik China]], sowie etlichen [[Vorkriegsland|anderen Staaten]], welche jedoch nur nebensächlich darin verwickelt waren.
    Der '''Große Krieg''' begann und endete am [[Zeitleiste#2077|23. Oktober 2077]], einem Samstagmorgen.  


    Es ist nicht bekannt, wer den ersten Schlag führte. Obwohl Präsident [[Dick Richardson]] in seinem Gespräch mit dem [[Auserwählter|Auserwählten]] andeutete, dass es die Chinesen waren ("... und die verdammten Roten schossen..."), könnte es sich hierbei auch um reine Propaganda gehandelt haben.
    Es war ein totaler Atomkrieg zwischen den zwei größten Supermächten der damaligen Zeit, den [[Vereinigte Staaten von Amerika|Vereinigten Staaten von Amerika]] und der [[Volksrepublik China]], sowie etlichen [[Vorkriegsland|anderen Staaten]], welche jedoch nur nebensächlich darin verwickelt waren. Er war gekennzeichnet vom allumfassenden Einsatz aller verfügbaren Atomwaffen aller Atommächte der [[Fallout Welt]]. Das Resultat dieses Overkills war die Vernichtung der menschlichen Vorkriegszivilisation bis auf wenige Reste und die Verwüstung großer Teile der Erdoberfläche.  


    Der Krieg dauerte nach Schätzungen der Überlebenden gerade einmal 2 Stunden. Dennoch wurden im Großen Krieg mehr [[Mensch |Menschen]] getötet, größere Zerstörungen angerichtet und mehr Energie verbraucht, als in allen zuvor bekannten Kriegen zusammen. Das Gebiet der USA wurde weitgehend von Atombomben getroffen, nahezu alle größeren Städte, sowie viele wichtige Militärstützpunkte wurden völlig zerstört. Über andere Regionen der Welt ist nur sehr wenig bekannt.
    Es ist nicht bekannt, wer warum den ersten Schlag führte. Obwohl Präsident [[Dick Richardson]] in seinem Gespräch mit dem [[Auserwählter|Auserwählten]] andeutete, dass es die Chinesen waren ("... und die verdammten Roten schossen..."), könnte es sich hierbei auch um reine Propaganda - oder Unwissenheit - gehandelt haben. Denn genau so ist es möglich, dass Akteure in den USA die Bomben selbst warfen, um endlich reinen Tisch zu machen.


    Der Große Krieg ist aus chronologischer Sicht der Dritte Weltkrieg. Allerdings wird er in [[Fallout-Reihe|Fallout]] nicht ein einziges mal so bezeichnet. Die Vorstufe des Großen Krieges waren die [[Rohstoffkrieg|Rohstoffkriege]].
    Der Krieg dauerte nach Schätzungen der Überlebenden gerade einmal zwei Stunden. Dennoch wurden im Großen Krieg mehr [[Mensch]]en getötet, größere Zerstörungen angerichtet und mehr Energie freigesetzt, als in allen zuvor bekannten Kriegen zusammen. Das Territorium der USA wurde flächendeckend von Atombomben getroffen, praktisch alle größeren Städte und die Infrastruktur, sowie viele wichtige Militärstützpunkte wurden völlig zerstört. Über andere Regionen der Welt ist nur sehr wenig bekannt, aber ihr Schicksal dürfte vergleichbar aussehen.


    == Vorkriegszeit ==
    Der Große Krieg ist aus chronologischer Sicht der Dritte Weltkrieg des Fallout-Universums. Allerdings wird er in [[Fallout-Reihe|Fallout]] nicht ein einziges Mal so bezeichnet. Er war eigentlich das selbstmörderische Finale der unmittelbar vorangegangenen [[Ressourcenkrieg]]e, einer Serie von sich gegenseitig befeuernden und immer weiter eskalierenden Konflikten und Kriegen um die letzten verfügbaren fossilen Ressourcen der Erde, allen voran Öl und Uran. Die explizite namentliche Trennung resultiert letztlich nur daraus, dass die Ressourcenkriege konventionell und begrenzt geführt wurden, um eigene Interessen durchzusetzen, während der Große Krieg globaler Selbstmord war, in dem es nur noch darum ging, den Gegner atomar in Schutt und Asche zu bomben und "um jeden Preis zu siegen".


    Die Vorkriegszeit war die Zeit von der Entstehung des Menschen bis zum Fall der Bomben, oder von 12.5.1945 - 23.10.2077. Die gesamte kulturelle Entwicklung der Menschheit blieb in den 50er Jahren stecken, während der technologische Fortschritt nicht aufzuhalten war. So kann man sagen, dass sich die Erdbevölkerung bis 2077 kulturell im Jahr 1957 befand. Häuser, Autos, Kleidung, Robotor und frühe Computerversionen waren im - für die 50er-Jahre typischen - Googiestil gehalten. Das Farbfernsehen war unbekannt. Das musikalische Angebot beschränkte sich ebenso nur auf Lieder der 50er Jahre. Diese Vorkriegszeit endete mit dem "Fall der Bomben" am 23.10.2077.
    ==Vorkriegszeit==
    [[Datei:IntactCorvega.png|thumb|Vorkriegs Corvega]]
    Die Vorkriegszeit war die Zeit vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis zum Fall der Bomben, oder vom 12.9.1945 - 23.10.2077. Zusammenfassend kann man sagen, dass sich die Erdbevölkerung im Fallout Universum 2077 kulturell und technisch eigentlich im Jahr 1957 befand, mit einigen "futuristischen Einsprengseln". Die wesentlichen Unterschiede zur "realen" Welt bestanden in zwei Punkten:  
    Im Jahr [[Zeitleiste#2044|2044]] wurde die [[Nuka Cola]] von [[John-Caleb Bradberton|John Caleb-Bradberton]] entwickelt. Sie wurde schnell zum [[Datei:Nuka_cola_SallyVan.jpg|left|thumb|Vorkriegs Nuka Cola Plakat]] populärsten Getränk der USA.


    2052 kam es in den USA zu einer Energiekrise, da die fossillen Brennstoffe zur Neige gingen. Im selben Jahr wurde (wegen jener Energiekrise) die Corvega entwickelt, ein Auto, das einen Atomantrieb besaß und ebenfalls dem Stil der 50er Jahre nachempfunden war. Die Energiekrise wurde dadurch zwar nicht überwunden, aber der Corvega wurde ein Verkaufsschlager und schon bald fuhren in den gesamten Vereinigten Staaten Corvegas in 3 Varianten. Die Angst vor einem Atomkrieg war in den letzten Jahren der Vorkriegszeit zwar vorhanden, aber niemand glaubte daran, dass ein solcher wirklich eintreten könne.
    Anstatt an der Entwicklung von Miniaturelektronik und „grünen“ Technologien zu arbeiten, investierte die Menschheit im ''Fallout''-Universum nach dem Zweiten Weltkrieg ihre technologischen Anstrengungen in massive Supercomputer, die Weiterentwicklung und Miniaturisierung der Atomkraft, kompakte Kernfusion, sowie fortschrittlichere Robotik, Kybernetik und Gentechnik. Der Mikrochip wurde folglich niemals erfunden, auch nicht das Farbfernsehen, eben so wenig das Internet oder digitale Kommunikation. Die elektronische Datenverarbeitung stützte sich auf voneinander isolierte analoge Großrechner, hochgezüchtete, raumfüllende Versionen der ZUSE- und ENIAC-Modelle, verbunden mit dezentralen Arbeitsstationen, sowie mit dem realen Apple-II von 1977 vergleichbare, klobige Kleinrechner. Genau wie das Fernsehen auf Schwarz-Weiß blieben Bildschirme auf Monochrom-Kathodenstrahler beschränkt. Gleichzeitig wurden mit den Holodisks Speichermedien mit großer Kapazität genutzt, die Informationen in dreidimensionalen Bildern speicherten. Trotz der Beschränkungen der analogen Röhrentechnologie gelangen technische Wunder wie der [[Pip-Boy]] genannte Armbandcomputer, autonome Roboter, Atommotoren und -batterien für den Allgemein- und Militärgebrauch oder auch Laser- und Plasmawaffen. Letzten Endes waren dies jedoch alles in den meisten Fällen lediglich immer weitergehende Verbesserungen und Ausreizungen bereits bekannter technischer Verfahren, wirklich revolutionäre Neuerungen blieben größtenteils aus. Zudem blieb die Technologie des Fallout-Universums generell sehr energie- und ressourcenineffizent und es gelang nie, dieses Problem, das mit ursächlich für den letztendlichen Untergang war, in den Griff zu bekommen.


    === Vermächtnis ===
    Parallel zur technischen Stagnation blieb die gesamte kulturelle Entwicklung der Menschheit in den 1950er Jahren stecken. Grundsätzliche Veränderungen fanden nicht statt, auch hier erfolgte größtenteils nur eine Verfeinerung bereits bekannter Inhalte. Kunst und Musik blieben im Stil der 1950er Jahre. Häuser, Autos, Kleidung, Roboter und Computer waren im - für die 1950er-Jahre typischen - Googie-Stil<ref>[[wikipedia:de:Googie|Googie]], Wikipedia</ref> gehalten. Ein übertriebener Glaube in die Allmacht der Technologie und den Konsum war weit verbreitet. Eine Umweltbewegung gab es praktisch nicht, Kritik an der Verschwendung ebenso wenig. Politisch zeichnete die Vorkriegszeit durch übersteigerten Nationalismus, Egoismus und Selbstverliebtheit. 


    Die Vorkriegszeit ist für die meisten Überlebenden des Großen Krieges die "gute alte Zeit". Viele wünschen sich diese Zeiten zurück. Aber da die gesamte Welt in Schutt und Asche liegt und jegliche Zivilisation ausgelöscht wurde, besteht praktisch keine Hoffnung darauf. Nur in den 125 Vaults existiert die Zivilisation der Vorkriegszeit weiter. Da das [[Mojave-Ödland]] im Großen Krieg nicht bombadiert wurde, ist hier noch ein Schatten der Vorkriegszeit zu spüren.
    ''Für eine detailliertere Auflistung der Unterschiede siehe: [[Abweichung]]'' 


    === Ereignisse vor dem Großen Krieg ===
    === Atomkraft ===
    [[Datei:Nuka cola SallyVan.jpg|left|thumb|Vorkriegs Nuka Cola Plakat]]Eine besondere Bedeutung in dieser Vorkriegszeit fiel der Atomkraft zu. Sie wurde - ganz wie in den realen 1950ern - als Wundertechnik, unbegrenzte Energiequelle und praktisch Allheilmittel für alle Energieprobleme betrachtet - was natürlich nicht stimmte. In dem Maß, wie das Öl versiegte, gewann die Atomkraft an weiter Bedeutung und es entstand ein regelrechter kultureller und technischer Hype. Bereits [[2044]] wurde die [[Nuka Cola]] von [[John-Caleb Bradberton|John Caleb-Bradberton]] entwickelt und schnell zum populärsten Getränk der USA. 2052 kam es in den USA schließlich zu einer ernsten Energiekrise, da die fossilen Brennstoffe spürbar zur Neige gingen. 


    {{main|Rohstoffkrieg}}
    [[Datei:FO3 Sedan clean render.png|thumb|Vorkriegs Corvega]]Im selben Jahr wurde (wegen eben jener Energiekrise) die [[Corvega]] entwickelt, ein Auto, das tatsächlich einen Atomantrieb besaß, ansonsten aber mit seinem 50er-Jahre-Stil ein weiterer Beweis für die allgemeine Ideenlosigkeit und Stagnation war. Die Energiekrise wurde dadurch zwar nicht überwunden, aber der Corvega wurde ein Verkaufsschlager und schon bald fuhren in den gesamten Vereinigten Staaten Corvegas in drei Varianten. 


    Die Auslöser des Großen Krieges waren unter anderem die Invasion Alaskas durch die [[Volksrepublik China]], die Annektierung Kanadas durch die [[USA]], die militärischen Angriffe des [[European Commonwealth]] auf den [[Nahen Osten]], aufgrund der Erhöhung der Ölpreise. Als die [[Vereinte Nationen|Vereinten Nationen]] versuchten den Frieden zu erhalten, traten viele Mitglieder aus und innerhalb von zwei Monaten wurden die Vereinten Nationen aufgelöst. Diese Periode des Krieges wurde bekannt als die [[Rohstoffkrieg|Rohstoffkriege]] und endete mit dem Beginn des Großen Krieges.
    === USA ===
    Im ''Fallout''-Universum war die US-Regierung äußerst korrupt und hinter den Kulissen rangen verschiedene Fraktionen um Macht und Einfluss. Mächtige Konzerne wie [[RobCo Industries|RobCo]], [[Big MT]] oder [[Vault-Tec Corporation|Vault-Tec]] operierten wie Staaten im Staat und verfolgten ihre eigenen Interessen, die häufig im direkten Konflikt mit dem Gemeinwohl standen. Im Fallout-Universum erlebte Amerika offenbar weder den Vietnamkrieg, den Watergate-Skandal oder die Woodstock-ähnliche Gegenkultur der 1960er Jahre (auch wenn es eine "Hippie-Bewegung" gab, die aber nie besondere Bedeutung erlangte und zum Teil durch Einsatz des Militärs zerschlagen wurde) und es blickte auch niemals selbstkritisch auf seine eigenen Sünden und Verfehlungen. Stattdessen verharrte es in der „Prahlerei“ der Eisenhower-Ära. So betrachteten sich die USA allgemein als allen anderen überlegen und kommunizierten das auch offen nach außen, politische Zurückhaltung existierte kaum.


    == Der Kriegsverlauf ==
    === China ===
    Die [[China|Volksrepublik China]] erinnerte noch immer an das China zu Zeiten des Vorsitzenden Mao. Eine Annäherung zwischen den USA und China fand aus politischen und ideologischen Gründen nicht statt. In der Folge erlebte China nie Liberalisierung und marktwirtschaftlich Reformen, sondern entwickelte sich immer mehr zum Vorreiter des internationalen Kommunismus. Zeitgleich wurde es einer der führenden militärischen und wissenschaftlichen Akteure auf der Weltbühne und dadurch zum direkten und größten Konkurrenten der USA.


    [[Datei:Der Big Boom (Tsar Bombe)|thumb|right|300px|Tsar war die bisher größte von Menschenhand geschaffene Atom-Explosion]]
    === Sowjetunion ===
    Die Sowjetunion, nach dem Zweiten Weltkrieg der große Gegenspieler der USA, wurde aus dieser Position allmählich von China verdrängt, blieb aber als politische Einheit bis zum Großen Krieg bestehen. Der weltweite Einfluss der Sowjetunion nahm durch Chinas Aufstieg offenbar stark ab. Tatsächlich scheint es, als hätten die Sowjetunion und die Vereinigten Staaten nach und nach eine neutrale Haltung zueinander eingenommen, da die Sowjetunion keine Erwähnung in den Vorkriegsmeldungen über Amerikas Konflikte findet. Auch scheint die Sowjetunion China in seinem Krieg gegen die USA nicht unterstützt zu haben, zumindest nicht direkt oder militärisch.


    Der Große Krieg selbst begann mit den Abschuss der Nuklearwaffen der bekannten Atommächte (hauptsächlich den USA und China) und dauerte gerade einmal 2 Stunden an. Dann fiel die Welt in die Dunkelheit des nuklearen Winters.
    === Europa ===
    Das Projekt der europäischen Einigung mündete im [[Vereinigte Staaten von Europa|Europäischen Commonwealth]], einer Art Föderation mit gemeinsamer Regierung, gemeinsamer Außenpolitik und gemeinsamem Militär. Diese Föderation hatte bis 2060 Bestand, brach dann aber erschöpft von acht Jahren Krieg gegen den [[Naher Osten|Nahen Osten]] auseinander und versank im [[Europäischer Bürgerkrieg|Europäischen Bürgerkrieg]], der bis zum Großen Krieg andauerte.


    Die Westküste der USA wurde als erstes getroffen und die Ostküste wurde um 10:47 Uhr, (gemäß den Uhren im Ödland) bombardiert.
    == Eskalation ==
    Die immer knapperen Ressourcen führten zu immer häufigeren internationalen Konflikten, zu Wirtschaftskrisen und Hyperinflation. Die Menschen spürten instinktiv, dass ihre Welt vor dem Zusammenbruch stand, doch führte dies nicht zu einem Umdenken oder gar einer schonungslosen Ursachenforschung und der gemeinsamen Suche nach Lösungen. Der kritiklose Glaube an die eigene Nation kollidierte mit den realen Entwicklungen, und da man selbst unfehlbar und "im Recht" war, musste die Schuld für die verfahrene Situation bei einem äußeren Feind liegen, der den eigenen Erfolg sabotierte. Dieses unbestimmte Gefühl der Bedrohung führte zu immer stärkerer Aufrüstung und einer Militarisierung der Gesellschaft. Auch in der amerikanischen Populärkultur scheint antikommunistische Propaganda weit verbreitet gewesen zu sein, unter anderem in Videospielen (z. B. ''Red Menace'') und Comics (z. B. ''Commie-Kazi vs. Manta Man''). In den USA wurde somit ständig vor der "Roten Gefahr" gewarnt und selbst in Western waren die Schurken letztlich Kommunisten - oder wurden zumindest als solche beleidigt.  


    In den 2 Stunden nuklearen Feuers veränderte sich die Geografie des Planeten beachtlich. Ganze Gebirgsketten enstanden, als sich die Erdkruste unter den Strapazen der atomaren Explosionen verformte. Flüsse und Ozeane in der ganzen Welt wurden durch den radioaktiven Niederschlag verstrahlt und das Klima veränderte sich zu einer dauerhaften Jahreszeit: Einem brütend heißen Sommer, der die Wasserpegel der Ozeane, Flüsse und Seen weiter absinken ließ.
    Gleichzeitig gab es auf allen Seiten Interessengruppen, die einen militärischen "Befreiungsschlag" oder einen nuklear geführten Krieg für unvermeidbar hielten, ja, ihn teils sogar regelrecht herbeisehnten. Schließlich wurde jeder, der Einwände gegen diese fatale Entwicklung erhob, als Kommunist diffamiert, wobei [[Lee Moldaver]] die Bedeutung des Wortes Kommunist kurz vor dem Großen Krieg so erklärte: ''"Kommunist ist nur ein Schimpfwort, das sie verwenden, um Leute zu beschreiben, die nicht wahnsinnig sind."''


    == Die Nachwirkungen ==
    Die Angst vor einem Atomkrieg war in den letzten Jahren der Vorkriegszeit immer stärker spürbar, aber gleichzeitig glaubte in einem Musterbeispiel kollektiver Verdrängung kaum jemand wirklich daran, dass er tatsächlich eintreten könne. Die USA begannen dennoch mit dem Bau der so genannten [[Vault]]s, riesigen Schutzbunkern, in denen ein kleiner Prozentsatz der US-Bevölkerung einen Atomkrieg überstehen und danach die Nation wiederaufbauen sollten. In diesen Schutzbunkern manifestierte sich so gesehen der politische Wahnsinn und die nationale Überheblichkeit zu glauben, man könne im Fall der Fälle mal eben die Welt vernichten und hätte gewonnen, wenn ein Bruchteil der eigenen Bevölkerung überleben würde, um dann mit Hilfe der allmächtigen Technologie die (natürlich eigene) Gesellschaft wieder zu errichten. Genau so gefährlich, wenn nicht sogar noch gefährlicher war ein weiterer Punkt: indem die US-Regierung den Bau dieser Bunker - und damit die notwendigen Investitionen - in die Hände von Privatunternehmen wie [[Vault-Tec Corporation|Vault-Tec]] gab, den Zivilschutz also an gewinnorientierte Unternehmen auslagerte, erschuf sie einen mächtigen Akteur, der aus reinem Gewinnstreben praktisch überhaupt kein Interesse mehr daran haben konnte, dass die weltweiten Konflikte gelöst wurden. Denn nur in dieser permanenten, immer weiter eskalierenden Bedrohungsspirale ließen sich die teuren Plätze in den Vaults überhaupt verkaufen. So kaufte beispielsweise Vault-Tec während des gesamten [[Chinesisch-Amerikanischer Krieg|Chinesisch-Amerikanischen Krieges]] systematisch alle Technologien auf, die diesen Konflikt hätten beenden können, um sie "in einer Schublade verschwinden zu lassen", wie Lee Moldaver gegenüber [[Cooper Howard]] erwähnte.


    Trotz der globalen Zerstörung waren viele Gebiete noch bewohnbar. Hauptsächlich Ruinen, kleinere Ansiedlungen, Gemeinschaften und sogar Städte. Manche Hauptstädte wurden nicht komplett zerstört und auch in schwer bombardierten Gebiete, wie etwa Washington D.C., sind viele Gebäude noch intakt. Die meisten Straßen waren jedoch mit Schutt und Geröll blockiert, und so wurde Fortbewegung zu einer Herausforderung. Viele Metro-Systeme blieben weitesgehend intakt, auch wenn einige Tunnel und Stationen durch Einstürze blockiert wurden. Trotzdem sind Metro-Tunnel die beste Möglichkeit sich in Großstädten fortzubewegen, vor allem in Washington D.C.
    == Ereignisse vor dem Großen Krieg ==
    {{main|Ressourcenkrieg}}Die Jahre vor dem Großen Krieg waren geprägt durch eine globale Wirtschaftskrise, die durch die fortschreitende Verknappung wichtiger, vor allem fossiler Rohstoffe ausgelöst wurde. Anstatt sich angesichts der alle betreffenden Probleme zusammen zu tun und Lösungen zu finden, fielen die von Egoismus und übersteigertem Nationalismus beherrschten Staaten übereinander her und kämpften um die Kontrolle über die letzten verbliebenen Ressourcen. Die Kriegsbeute, Öl und Uran, wurde dabei gleichzeitig zur Waffe.  


    Viele Menschen, vorwiegend in Washington D.C., befürchten einen Nachkrieg und leben unterirdisch. Daraus kann man schließen, dass manche Bürger versuchen, unterirdische Ansiedelungen zu gründen. Das könnte ebenfalls erklären, wie viele "überirdische" Organisationen wieder neu gegründet werden konnten, denn als die meisten Bewohner der Oberfläche durch das nukleare Feuer ausgelöscht wurden, könnten diese Untergrund-Siedler begonnen haben, ihre Gesellschaft wiederaufzubauen.
    Der Kalte Krieg zwischen Ost und West, der seit 1945 die Nachkriegszeit geformt hatte, endete 2051, indem er übergangslos in die ersten militärischen Aktionen mündete, die man in ihrer Gesamtheit schließlich als Ressourcenkriege bezeichnen würde. Die Europäer kämpften ab 2052 zunächst um die Kontrolle über die schon im Schwinden begriffenen Ölfelder des Nahen Ostens. Währenddessen rangen die USA und [[Volksrepublik China|China]] vor allem im Pazifik ebenfalls - zunächst noch nicht militärisch - um die Kontrolle über die noch verbliebenen Rohstoffe. Als die [[Vereinte Nationen|Vereinten Nationen]] versuchten den Frieden zu erhalten, traten viele Mitglieder aus und innerhalb von zwei Monaten war die internationale Diplomatie am Ende, die VN wurden im Juli 2052 aufgelöst. 2060 waren die Ölfelder des Nahen Ostens erschöpft und die Vereinigten Staaten von Europa  zerbrachen wieder in rivalisierende Nationalstaaten, die sich im [[Europäischer Bürgerkrieg|Europäischen Bürgerkrieg]] bekämpften, der bis zum Großen Krieg andauern sollte.


    Rund eine Woche nach den nuklearen Explosionen begann der radioaktive Niederschlag (Fallout). Die Regentropfen waren schwarz, verseucht durch Ruß, Asche, Strahlung und giftige Chemikalien. Der Regen dauerte mehrere Tage an und tötete viele Menschen, Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen. Die, die überlebten, fanden sich in einem unfruchtbaren Ödland wieder, in dem die meisten Pflanzen aufgrund der intensiven Strahlung vernichtet waren.
    Die Ressourcenkriege erreichten eine neue Stufe, als die USA durch Sabotage der chinesischen Konkurrenzplattform die Kontrolle über das letzte bekannte Ölfeld im Pazifik erlangten. In grenzenloser Arroganz und Überheblichkeit weigerte die US-Regierung sich, anderen Nationen etwas von diesem Öl zu überlassen, dies führte zum Bruch mit Europa, gleichzeitig erkannte China den amerikanischen Sieg im Wettlauf um das Ölfeld nicht an und drohte mit Gegenmaßnahmen. Die USA boten daraufhin ihre Pazifikflotte zum Schutz der [[Ölbohrinsel Poseidon|Poseidon-Bohrplattform]] auf, die Spannungen zwischen den beiden Großmächten nahmen zu und China begann schließlich 2066 die [[Chinesisch-Amerikanischer Krieg|Invasion Alaskas]], was den Beginn des [[Chinesisch-Amerikanischer Krieg|Chinesisch-Amerikanischen Krieges]] markiert. Als die USA sich daraufhin als unschuldiges Opfer darstellten und Unterstützung ihrer Position erwarteten, verweigerten die anderen Staaten diese Gefolgschaft. Sie hatten schlicht keinen Grund mehr, den USA zu Hilfe zu eilen, hatten diese doch bereits offen erklärt, den eigenen Vorteil auf Kosten aller zu exerzieren. Die USA annektierten daraufhin Kanada und drängten im [[Kampf um Anchorage|Anchorage-Feldzug]] vor allem durch den erfolgreichen Einsatz der [[Powerrüstung|Tb-51 Powerrüstung]] die unter Nachschubmangel leidenden Truppen Chinas zurück, um schließlich im [[Yangtze-Kampagne|Yangtze-Feldzug]] wiederum in China einzufallen.


    == Vermeidbare Tode ==
    Im Januar 2077, nach zehn Jahren Krieg, in dem es irgendwann wahrscheinlich gar nicht mehr um die umstrittenen Ressourcen ging, sondern um die große Abrechnung mit dem verhassten Kommunismus, standen amerikanische Truppen in Übersee vor Peking. Aufgrund überdehnter Nachschublinien und kollabierender Produktionsketten litten sie nun aber selbst unter Versorgungsproblemen, und der Krieg erstarrte in einem kostspieligen Patt. Die besten Truppenverbände der US-Armee steckten fern der Heimat fest, in den USA selbst kam es immer häufiger zu Unruhen und lokalen Aufständen, die wiederum militärisch bekämpft wurden, die [[Annexion Kanadas durch die Vereinigten Staaten|Annexion Kanadas]] band weitere, eigentlich nicht vorhandene Ressourcen, und hinter den Kulissen legten gleich mehrere Akteure Feuer an die Lunte. Der finale Showdown erfolgte schließlich am 23. Oktober 2077... 


    Viele Bürger ignorierten die Alarmsirenen, da sie glaubten, dass es sich lediglich um eine Übung handeln würde. Die [[Vault]]s verschlossen ihre Tore (außer [[Vault 12]], welche konstruktionsbedingt nie geschlossen werden konnte) als die Bomben fielen. Einige Bürger, welche die Sirenen ernst nahmen, aber keinen Platz in einer Vault bekommen hatten, suchten an verschiedensten Orten Zuflucht, in denen sie sich in Sicherheit wähnten. Dies umfasste Kanalisationen, Metro Stationen, selbst gebauten Bunkern (welche nicht annähernd mit dem Schutz der Vaults zu vergleichen waren), oder, wie die [[Transkript der Familie Keller|Familie Keller]], in das [[Depot der Nationalgarde]].
    ==Der Kriegsverlauf==
    {{Zitat|Wir zünden die Bombe selbst!|[[Betty Pearson]]}}
    Der Große Krieg selbst begann mit dem Abschuss der Nuklearwaffen der bekannten Atommächte (hauptsächlich den USA und China). Bemerkenswert ist dabei, dass die eingesetzten Atomwaffen in der Mehrzahl die Größe (und teils auch das Aussehen) der Atombombe hatten, die [https://de.wikipedia.org/wiki/Atombombenabw%C3%BCrfe_auf_Hiroshima_und_Nagasaki 1945 Nagasaki zerstört hatte]. Es waren also nicht wenige große, sondern viele kleine Bomben, die an jenem Samstagmorgen vom Himmel fielen.


    Doch ohne einen starken Schutzmantel zwischen den Flüchtlingen und der verstrahlten und verseuchten Oberwelt (wie es in [[Little Lamplight]] oder [[Raven Rock]] der Fall war) überlebten nur die wenigsten, und einige wurden zu [[Ghul]]en, welche sich zu eigenen Gemeinschaften zusammenschlossen. Es scheint, als überlebten einige Familien in Entwässerungszentren, wie das Signal Oscar Zulu, indem ein gewisser Bob Anderstien um Hilfe für seine Familie bittet, vermuten lässt.
    Die Westküste der USA wurde als erstes getroffen und die Ostküste wurde um 10:47 Uhr (gemäß den Uhren im dortigen [[Ödland der Hauptstadt|Ödland]]) bombardiert. Praktisch jede größere Stadt wurde mit Bomben belegt, wobei die Angriffe sowohl mit Raketen als auch mit Atombombern erfolgten. Die Vorwarnzeit war an der Westküste extrem gering, den Menschen blieben teils nur Minuten, um die Schutzräume zu erreichen. Als sich die schweren Tore der Vaults schlossen, stand die Welt bereits in Flammen. Nach zwei Stunden war der Krieg selbst vorbei, die Arsenale verschossen (soweit man sie in der kurzen Zeit überhaupt noch in die Luft bekommen hatte). Die Städte brannten dagegen noch Tage, der Himmel verfinsterte sich und die Welt fiel in die Dunkelheit des nuklearen Winters.  


    Diejenigen, die in die Vaults fliehen konnten, wurden de facto in diesen eingesperrt. Der Ghul [[Carol]], Hotelbesitzerin in [[Underworld]] und Freundin von [[Gob]], dem Kellner in Moriartys Saloon in [[Megaton]], erzählt hierzu:" Meine Familie hatte nicht genug Geld, um in eine der Vaults zu kommen." Es scheint, als wäre ein gewisser Wohlstand notwendig gewesen um einen Platz in einer Vault zu bekommen, da die hohen Baukosten der Vaults auf die Bewohner abgewälzt wurden. (Näheres dazu unter [[Vaults]])
    Die Geografie und Topografie des Planeten veränderten sich in diesem Feuersturm beträchtlich. Die Erdkruste selbst verformte sich unter der freigesetzten Energie der atomaren Explosionen. Ganze Gebirgsketten entstanden neu, Flüsse und Ozeane in der ganzen Welt wurden durch den radioaktiven Niederschlag verstrahlt und das Klima veränderte sich zu einer dauerhaften Jahreszeit: Einem brütend heißen Sommer, der die Wasserpegel der Ozeane, Flüsse und Seen weiter absinken ließ.


    == Mögliche Rolle der Aliens ==
    ==Die Nachwirkungen==
    Trotz der globalen Zerstörung blieben viele Gebiete grundsätzlich noch bewohnbar. Die Atomwaffen waren in der Mehrzahl in der Atmosphäre als "City Buster" detoniert und die massiven Betonbauten der Innenstädte und Fabrikanlagen hatten (zumindest auf US-Territorium) den Explosionen größtenteils standgehalten. So fanden die Überlebenden neben Ruinen auch kleinere Ansiedlungen und sogar Städte vor, die noch als solche zu erkennen waren. Auch in schwer bombardierten Gebieten, wie etwa Washington D.C., wurden viele Gebäude zwar beschädigt oder brannten aus, blieben aber in ihrer Grundstruktur stehen. Die meisten Straßen wurden jedoch von Trümmerschutt blockiert oder anderweitig unterbrochen, Brücken brachen zusammen, Tunnel stürzten ein. Die gesamte Infrastruktur wurde weltweit zerschlagen, die Energieversorgung zerschmettert. So wurde die Fortbewegung an der Oberfläche zu einer Herausforderung, besonders über große Entfernungen. Unterirdische Anlagen blieben dagegen mehrheitlich zumindest in Teilen intakt, wenn sie nicht direkt getroffen wurden. In den Ruinen der großen Städte bilden so beispielsweise die Tunnel der Metro-Systeme häufig die beste Möglichkeit sich fortzubewegen (auch wenn hier schon lange keine Züge mehr fahren und aufgrund tektonischer Verformungen der Röhren auch nicht mehr könnten).


    Es ist denkbar, dass die [[Alien]]s für den Krieg verantwortlich waren, da sie um die Atomwaffen der Menschheit wussten und beispielsweise die Startcodes für die Sprengköpfe der UdSSR kannten. Diese Theorie wird durch die vielen Alien- Gefangenen- Aufzeichnungen (genauer gesagt, Log 17) bestätigt oder zumindest untermauert.<ref>[http://fallout.wikia.com/wiki/Alien_captive_recorded_log#Alien_captive_recorded_log_17 Alien captive recorded log 17] im englischen Fallout wiki</ref>
    Rund eine Woche nach den nuklearen Explosionen begann der radioaktive Niederschlag (Fallout). Die Regentropfen waren schwarz, verseucht durch Ruß, Asche, Strahlung und giftige Chemikalien. Der Regen dauerte mehrere Tage an und tötete viele der überlebenden Menschen, Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen. Die, die auch das überlebten, fanden sich in einem unfruchtbaren Ödland wieder, in dem die meisten Pflanzen aufgrund der intensiven Strahlung vernichtet waren.


    == Galerie ==
    Überraschenderweise überlebten Menschen an der Oberfläche, allerdings flüchteten sich die meisten, die keinen Platz in den Vaults ergatterten, in Keller, Metro-Stationen, Kavernen und Höhlen. Dort gründeten sie kleine Gemeinschaften auf einfachem Niveau und versuchten, den nuklearen Winter auszusitzen. Die Art der Gemeinschaft hing dabei stark davon ab, welchen Organisationen ihrer Mitglieder vor dem Krieg angehört hatten. So gründeten Angehörige des US-Militärs die [[Stählerne Bruderschaft]], Wissenschaftler der Universität Boston gründeten das unterirdische [[Das Institut|Institut]] und die Menschen aus [[Vault 8]] gründeten [[Vault City]], während eine Schulklasse in einer Höhle [[Little Lamplight]] erschuf.


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    ==Vermeidbare Tode==
    Viele Menschen ignorierten am 23. Oktober 2077 aufgrund des Fehlalarm-Effekts die Alarmsirenen, da sie nach zahllosen Tests glaubten, dass es sich lediglich um eine weitere Übung handeln würde. Viele [[Vault]]s verschlossen daher ihre Tore (außer [[Vault 12]], welche konstruktionsbedingt nie geschlossen werden konnte) erst, als die Bomben schon fielen, da die Verantwortlichen bis zum letzten Moment auf Nachzügler warteten. Einige Bürger, welche die Sirenen ernst nahmen, aber keinen Platz in einer Vault bekommen hatten, suchten an verschiedensten Orten Zuflucht, in denen sie sich in Sicherheit wähnten. Dies umfasste Kanalisationen, Metro Stationen, selbst gebaute Bunker (welche nicht annähernd mit dem Schutz der Vaults zu vergleichen waren), oder aufgegebene Regierungseinrichtungen. So flüchtete beispielsweise die [[Transkript der Familie Keller|Familie Keller]] in das örtliche [[Depot der Nationalgarde]].
     
    Doch ohne einen starken Schutzmantel zwischen den Flüchtlingen und der verstrahlten und verseuchten Oberwelt (wie es in [[Little Lamplight]] oder [[Raven Rock]] der Fall war) überlebten nur die Wenigsten, und einige wurden zu [[Ghul]]en, welche sich zu eigenen Gemeinschaften zusammenschlossen. Es scheint, als überlebten einige Familien in Entwässerungszentren, wie das Signal Oscar Zulu, in dem ein gewisser [[Bob Anderstein]] um Hilfe für seine Familie bittet, vermuten lässt.
     
    Diejenigen, die in die Vaults fliehen konnten, wurden de facto in diesen eingesperrt und fanden sich dank [[Projekt Safehouse]] in einer trügerischen Sicherheit wieder. Es scheint zudem, als wäre ein gewisser Wohlstand notwendig gewesen, um einen Platz in einer Vault zu bekommen, da die hohen Baukosten der Vaults auf die Bewohner abgewälzt wurden. Die Ghul [[Carol]], Hotelbesitzerin in [[Underworld]] und Freundin von [[Gob]], dem Kellner in [[Moriarty's Saloon]] in [[Megaton]], kommentiert das Thema jedenfalls mit "Meine Familie hatte nicht genug Geld, um in eine der Vaults zu kommen."  (Näheres dazu unter [[Vaults]])
     
    ==Mögliche Rolle der Aliens==
    Es ist denkbar, dass die [[Alien]]s für den Krieg verantwortlich waren, da sie um die Atomwaffen der Menschheit wussten und beispielsweise die Startcodes für die Sprengköpfe der UdSSR kannten. Diese Theorie wird durch die vielen Alien-Gefangenen-Aufzeichnungen (genauer gesagt, [[Alien-Gefangener/Aufzeichnungen#Alien-Gefangener/Aufzeichnung 17|Aufzeichnung 17]]) bestätigt oder zumindest untermauert.
     
    == Vermächtnis ==
    Die Vorkriegszeit ist für die meisten Überlebenden des Großen Krieges die "gute alte Zeit", auch wenn nur noch die [[Ghul]]e sie selbst erlebt haben. Wie alles längst Vergangene wird diese Zeit vor allem angesichts der eigenen Lebensumstände übermäßig verklärt und idealisiert. Viele wünschen sich diese Zeiten zurück und blenden die grundlegenden Konstruktionsfehler jener Vorkriegs-Gesellschaft völlig aus. Aber da die gesamte Welt in Schutt und Asche liegt, die Vorkriegs-Zivilisation ausgelöscht wurde und wichtige Ressourcen erschöpft sind, besteht sowieso keine Möglichkeit, diese Wunschträumerei zu verwirklichen.
     
    Geblieben sind den Menschen der Fallout-Welt nur die mehr oder weniger verstrahlten Ruinen der alten Welt, in denen sich ab und an in meist unterirdischen Anlagen noch funktionierende Technologie findet, dazu alles, was sich aus Schutt und Asche bergen lässt und noch funktionsfähig ist, von Holobändern über Computer bis hin zu Robotern und Handwaffen. Nur in einigen der 125 Vaults existiert die US-Zivilisation der Vorkriegszeit teilweise weiter, teils wirkte sie sich auf die Struktur neuer Gesellschaften aus, wie beispielsweise die [[Stählerne Bruderschaft]] oder [[Vault City|Bunkerstadt]]. Da das [[Mojave-Ödland]] im Großen Krieg dank der Vorkehrungen von [[Robert House|Mister House]] über eine effektive Raketenabwehr verfügte und dadurch nicht so schwer bombardiert wurde wie andere Regionen, ist im Bereich von [[New Vegas]] ebenfalls noch ein Schatten der Vorkriegszeit zu spüren.
     
    ==Zeitliniendifferenzen==
    In Fallout 3 wird der Zeitpunkt der chinesischen Invasion Alaskas auf 2066 gelegt und die Dauer des Anchorage-Feldzuges beträgt 10 Jahre. In Fallout 2 findet sich dagegen im [[Sierra Army Depot]] ein [[:en:Sierra Depot GNN transcript|Mitschnitt von GNN-Meldungen]], wonach die USA das Ölfeld 2073 sicherten, 2074 die Verhandlungen über Ölexporte scheiterten, Kanada 2075 annektiert wurde, die Pazifikflotte 2076 abkommandiert wurde und chinesische Truppen am 10. Oktober 2077 in Alaska einfielen, um dort innerhalb von nicht einmal zwei Wochen geschlagen und bis nach Peking zurück gedrängt zu werden. Auch die Vereinten Nationen existierten gemäß dieser Meldungen noch bis in die 2070er.
     
    ==Galerie==
    <gallery>
    F1-intro-nuke.png|Fallout Intro
    F1-intro-nuke.png|Fallout Intro
    F2-intro-nuke.png|Fallout 2 Intro
    F2-intro-nuke.png|Intro (Fallout 2)
    F3-nuke-intro.jpg|Fallout 3 Intro
    F3-nuke-intro.jpg|Intro (Fallout 3)
    FO3_nuke.jpg|Fallout 3 Intro
    FO3 nuke.png|Intro (Fallout 3)
    Great war.jpg|Fallout Tactics intro
    DM intro atom bomb.jpg|Intro (Dead Money)
    Great War FoT.jpg|Intro (Fallout Tactics)
    GreatWargraffiti.jpg|Great War Graffiti
    FO3 GreatWarConceptart.jpg|{{FO3}} Konzeptzeichnung von [[Adam Adamowicz]]
    GreatWar OWB intro.jpg|Intro (Old World Blues)
    Fallout4 Concept Blast.jpg|{{FO4}} Konzeptzeichnung auf der E3 2015
    FO4 Trailer 02.10.png|Atomschlag auf Boston
    Fo4_Art_T-minus_60_years!_October_23,_2017.jpg|60 years to go! Konzeptzeichneung vom Fallout [https://twitter.com/Fallout/status/922470241027928064 Tweet], 23. October 2017
    </gallery>
    </gallery>


    == Externe Links ==
    == Quellen ==


    {{reflist}}
    * Fallout Bible 0
    * Fallout 1
    * Fallout 2
    * Fallout 3
    * Fallout 4
    * Fallout: New Vegas
    * Fallout (TV-Serie)


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    ==Externe Links==
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    [[en:Great War]]
    [[en:Great War]]
    [[es:Gran Guerra]]
    [[es:Gran Guerra]]
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    [[ko:대전쟁]]
    [[pl:Wielka Wojna]]
    [[pl:Wielka Wojna]]
    [[pt:Great War]]
    [[pt:Grande Guerra]]
    [[ru:Великая война]]
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    [[sv:Det Stora Kriget]]
    [[sv:Det Stora Kriget]]
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    [[zh:Great War]]
    [[zh:Great War]]
    [[Kategorie:Geschichte]]
    [[Kategorie:Geschichte]]
    [[Kategorie:Konflikte der Streitkräfte der Vereinigten Staaten]]
    [[Kategorie:Streitkräfte der Vereinigten Staaten: Konflikte]]
    [[Kategorie:Konflikte der Volksbefreiungsarmee]]
    [[Kategorie:Volksbefreiungsarmee: Konflikte]]

    Aktuelle Version vom 14. April 2025, 12:00 Uhr

    Eine große Säuberung, ein atomarer Funke, gezündet von Menschenhand, geriet schnell außer Kontrolle. Nukleares Feuer regnete auf die Erde herab. Kontinente gingen in Flammen auf und versanken in den kochenden Fluten der Ozeane. Die Menschheit wurde nahezu völlig ausgelöscht, ihr Geist wurde Teil der Radioaktivität, die sich wie ein Leichentuch auf die Erde legte.Tilo Schmitz

    Der Große Krieg begann und endete am 23. Oktober 2077, einem Samstagmorgen.

    Es war ein totaler Atomkrieg zwischen den zwei größten Supermächten der damaligen Zeit, den Vereinigten Staaten von Amerika und der Volksrepublik China, sowie etlichen anderen Staaten, welche jedoch nur nebensächlich darin verwickelt waren. Er war gekennzeichnet vom allumfassenden Einsatz aller verfügbaren Atomwaffen aller Atommächte der Fallout Welt. Das Resultat dieses Overkills war die Vernichtung der menschlichen Vorkriegszivilisation bis auf wenige Reste und die Verwüstung großer Teile der Erdoberfläche.

    Es ist nicht bekannt, wer warum den ersten Schlag führte. Obwohl Präsident Dick Richardson in seinem Gespräch mit dem Auserwählten andeutete, dass es die Chinesen waren ("... und die verdammten Roten schossen..."), könnte es sich hierbei auch um reine Propaganda - oder Unwissenheit - gehandelt haben. Denn genau so ist es möglich, dass Akteure in den USA die Bomben selbst warfen, um endlich reinen Tisch zu machen.

    Der Krieg dauerte nach Schätzungen der Überlebenden gerade einmal zwei Stunden. Dennoch wurden im Großen Krieg mehr Menschen getötet, größere Zerstörungen angerichtet und mehr Energie freigesetzt, als in allen zuvor bekannten Kriegen zusammen. Das Territorium der USA wurde flächendeckend von Atombomben getroffen, praktisch alle größeren Städte und die Infrastruktur, sowie viele wichtige Militärstützpunkte wurden völlig zerstört. Über andere Regionen der Welt ist nur sehr wenig bekannt, aber ihr Schicksal dürfte vergleichbar aussehen.

    Der Große Krieg ist aus chronologischer Sicht der Dritte Weltkrieg des Fallout-Universums. Allerdings wird er in Fallout nicht ein einziges Mal so bezeichnet. Er war eigentlich das selbstmörderische Finale der unmittelbar vorangegangenen Ressourcenkriege, einer Serie von sich gegenseitig befeuernden und immer weiter eskalierenden Konflikten und Kriegen um die letzten verfügbaren fossilen Ressourcen der Erde, allen voran Öl und Uran. Die explizite namentliche Trennung resultiert letztlich nur daraus, dass die Ressourcenkriege konventionell und begrenzt geführt wurden, um eigene Interessen durchzusetzen, während der Große Krieg globaler Selbstmord war, in dem es nur noch darum ging, den Gegner atomar in Schutt und Asche zu bomben und "um jeden Preis zu siegen".

    Vorkriegszeit

    Die Vorkriegszeit war die Zeit vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis zum Fall der Bomben, oder vom 12.9.1945 - 23.10.2077. Zusammenfassend kann man sagen, dass sich die Erdbevölkerung im Fallout Universum 2077 kulturell und technisch eigentlich im Jahr 1957 befand, mit einigen "futuristischen Einsprengseln". Die wesentlichen Unterschiede zur "realen" Welt bestanden in zwei Punkten:

    Anstatt an der Entwicklung von Miniaturelektronik und „grünen“ Technologien zu arbeiten, investierte die Menschheit im Fallout-Universum nach dem Zweiten Weltkrieg ihre technologischen Anstrengungen in massive Supercomputer, die Weiterentwicklung und Miniaturisierung der Atomkraft, kompakte Kernfusion, sowie fortschrittlichere Robotik, Kybernetik und Gentechnik. Der Mikrochip wurde folglich niemals erfunden, auch nicht das Farbfernsehen, eben so wenig das Internet oder digitale Kommunikation. Die elektronische Datenverarbeitung stützte sich auf voneinander isolierte analoge Großrechner, hochgezüchtete, raumfüllende Versionen der ZUSE- und ENIAC-Modelle, verbunden mit dezentralen Arbeitsstationen, sowie mit dem realen Apple-II von 1977 vergleichbare, klobige Kleinrechner. Genau wie das Fernsehen auf Schwarz-Weiß blieben Bildschirme auf Monochrom-Kathodenstrahler beschränkt. Gleichzeitig wurden mit den Holodisks Speichermedien mit großer Kapazität genutzt, die Informationen in dreidimensionalen Bildern speicherten. Trotz der Beschränkungen der analogen Röhrentechnologie gelangen technische Wunder wie der Pip-Boy genannte Armbandcomputer, autonome Roboter, Atommotoren und -batterien für den Allgemein- und Militärgebrauch oder auch Laser- und Plasmawaffen. Letzten Endes waren dies jedoch alles in den meisten Fällen lediglich immer weitergehende Verbesserungen und Ausreizungen bereits bekannter technischer Verfahren, wirklich revolutionäre Neuerungen blieben größtenteils aus. Zudem blieb die Technologie des Fallout-Universums generell sehr energie- und ressourcenineffizent und es gelang nie, dieses Problem, das mit ursächlich für den letztendlichen Untergang war, in den Griff zu bekommen.

    Parallel zur technischen Stagnation blieb die gesamte kulturelle Entwicklung der Menschheit in den 1950er Jahren stecken. Grundsätzliche Veränderungen fanden nicht statt, auch hier erfolgte größtenteils nur eine Verfeinerung bereits bekannter Inhalte. Kunst und Musik blieben im Stil der 1950er Jahre. Häuser, Autos, Kleidung, Roboter und Computer waren im - für die 1950er-Jahre typischen - Googie-Stil[1] gehalten. Ein übertriebener Glaube in die Allmacht der Technologie und den Konsum war weit verbreitet. Eine Umweltbewegung gab es praktisch nicht, Kritik an der Verschwendung ebenso wenig. Politisch zeichnete die Vorkriegszeit durch übersteigerten Nationalismus, Egoismus und Selbstverliebtheit.

    Für eine detailliertere Auflistung der Unterschiede siehe: Abweichung

    Atomkraft

    Vorkriegs Nuka Cola Plakat

    Eine besondere Bedeutung in dieser Vorkriegszeit fiel der Atomkraft zu. Sie wurde - ganz wie in den realen 1950ern - als Wundertechnik, unbegrenzte Energiequelle und praktisch Allheilmittel für alle Energieprobleme betrachtet - was natürlich nicht stimmte. In dem Maß, wie das Öl versiegte, gewann die Atomkraft an weiter Bedeutung und es entstand ein regelrechter kultureller und technischer Hype. Bereits 2044 wurde die Nuka Cola von John Caleb-Bradberton entwickelt und schnell zum populärsten Getränk der USA. 2052 kam es in den USA schließlich zu einer ernsten Energiekrise, da die fossilen Brennstoffe spürbar zur Neige gingen.

    Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes: Die Miniaturansicht konnte nicht am vorgesehenen Ort gespeichert werden
    Vorkriegs Corvega

    Im selben Jahr wurde (wegen eben jener Energiekrise) die Corvega entwickelt, ein Auto, das tatsächlich einen Atomantrieb besaß, ansonsten aber mit seinem 50er-Jahre-Stil ein weiterer Beweis für die allgemeine Ideenlosigkeit und Stagnation war. Die Energiekrise wurde dadurch zwar nicht überwunden, aber der Corvega wurde ein Verkaufsschlager und schon bald fuhren in den gesamten Vereinigten Staaten Corvegas in drei Varianten.

    USA

    Im Fallout-Universum war die US-Regierung äußerst korrupt und hinter den Kulissen rangen verschiedene Fraktionen um Macht und Einfluss. Mächtige Konzerne wie RobCo, Big MT oder Vault-Tec operierten wie Staaten im Staat und verfolgten ihre eigenen Interessen, die häufig im direkten Konflikt mit dem Gemeinwohl standen. Im Fallout-Universum erlebte Amerika offenbar weder den Vietnamkrieg, den Watergate-Skandal oder die Woodstock-ähnliche Gegenkultur der 1960er Jahre (auch wenn es eine "Hippie-Bewegung" gab, die aber nie besondere Bedeutung erlangte und zum Teil durch Einsatz des Militärs zerschlagen wurde) und es blickte auch niemals selbstkritisch auf seine eigenen Sünden und Verfehlungen. Stattdessen verharrte es in der „Prahlerei“ der Eisenhower-Ära. So betrachteten sich die USA allgemein als allen anderen überlegen und kommunizierten das auch offen nach außen, politische Zurückhaltung existierte kaum.

    China

    Die Volksrepublik China erinnerte noch immer an das China zu Zeiten des Vorsitzenden Mao. Eine Annäherung zwischen den USA und China fand aus politischen und ideologischen Gründen nicht statt. In der Folge erlebte China nie Liberalisierung und marktwirtschaftlich Reformen, sondern entwickelte sich immer mehr zum Vorreiter des internationalen Kommunismus. Zeitgleich wurde es einer der führenden militärischen und wissenschaftlichen Akteure auf der Weltbühne und dadurch zum direkten und größten Konkurrenten der USA.

    Sowjetunion

    Die Sowjetunion, nach dem Zweiten Weltkrieg der große Gegenspieler der USA, wurde aus dieser Position allmählich von China verdrängt, blieb aber als politische Einheit bis zum Großen Krieg bestehen. Der weltweite Einfluss der Sowjetunion nahm durch Chinas Aufstieg offenbar stark ab. Tatsächlich scheint es, als hätten die Sowjetunion und die Vereinigten Staaten nach und nach eine neutrale Haltung zueinander eingenommen, da die Sowjetunion keine Erwähnung in den Vorkriegsmeldungen über Amerikas Konflikte findet. Auch scheint die Sowjetunion China in seinem Krieg gegen die USA nicht unterstützt zu haben, zumindest nicht direkt oder militärisch.

    Europa

    Das Projekt der europäischen Einigung mündete im Europäischen Commonwealth, einer Art Föderation mit gemeinsamer Regierung, gemeinsamer Außenpolitik und gemeinsamem Militär. Diese Föderation hatte bis 2060 Bestand, brach dann aber erschöpft von acht Jahren Krieg gegen den Nahen Osten auseinander und versank im Europäischen Bürgerkrieg, der bis zum Großen Krieg andauerte.

    Eskalation

    Die immer knapperen Ressourcen führten zu immer häufigeren internationalen Konflikten, zu Wirtschaftskrisen und Hyperinflation. Die Menschen spürten instinktiv, dass ihre Welt vor dem Zusammenbruch stand, doch führte dies nicht zu einem Umdenken oder gar einer schonungslosen Ursachenforschung und der gemeinsamen Suche nach Lösungen. Der kritiklose Glaube an die eigene Nation kollidierte mit den realen Entwicklungen, und da man selbst unfehlbar und "im Recht" war, musste die Schuld für die verfahrene Situation bei einem äußeren Feind liegen, der den eigenen Erfolg sabotierte. Dieses unbestimmte Gefühl der Bedrohung führte zu immer stärkerer Aufrüstung und einer Militarisierung der Gesellschaft. Auch in der amerikanischen Populärkultur scheint antikommunistische Propaganda weit verbreitet gewesen zu sein, unter anderem in Videospielen (z. B. Red Menace) und Comics (z. B. Commie-Kazi vs. Manta Man). In den USA wurde somit ständig vor der "Roten Gefahr" gewarnt und selbst in Western waren die Schurken letztlich Kommunisten - oder wurden zumindest als solche beleidigt.

    Gleichzeitig gab es auf allen Seiten Interessengruppen, die einen militärischen "Befreiungsschlag" oder einen nuklear geführten Krieg für unvermeidbar hielten, ja, ihn teils sogar regelrecht herbeisehnten. Schließlich wurde jeder, der Einwände gegen diese fatale Entwicklung erhob, als Kommunist diffamiert, wobei Lee Moldaver die Bedeutung des Wortes Kommunist kurz vor dem Großen Krieg so erklärte: "Kommunist ist nur ein Schimpfwort, das sie verwenden, um Leute zu beschreiben, die nicht wahnsinnig sind."

    Die Angst vor einem Atomkrieg war in den letzten Jahren der Vorkriegszeit immer stärker spürbar, aber gleichzeitig glaubte in einem Musterbeispiel kollektiver Verdrängung kaum jemand wirklich daran, dass er tatsächlich eintreten könne. Die USA begannen dennoch mit dem Bau der so genannten Vaults, riesigen Schutzbunkern, in denen ein kleiner Prozentsatz der US-Bevölkerung einen Atomkrieg überstehen und danach die Nation wiederaufbauen sollten. In diesen Schutzbunkern manifestierte sich so gesehen der politische Wahnsinn und die nationale Überheblichkeit zu glauben, man könne im Fall der Fälle mal eben die Welt vernichten und hätte gewonnen, wenn ein Bruchteil der eigenen Bevölkerung überleben würde, um dann mit Hilfe der allmächtigen Technologie die (natürlich eigene) Gesellschaft wieder zu errichten. Genau so gefährlich, wenn nicht sogar noch gefährlicher war ein weiterer Punkt: indem die US-Regierung den Bau dieser Bunker - und damit die notwendigen Investitionen - in die Hände von Privatunternehmen wie Vault-Tec gab, den Zivilschutz also an gewinnorientierte Unternehmen auslagerte, erschuf sie einen mächtigen Akteur, der aus reinem Gewinnstreben praktisch überhaupt kein Interesse mehr daran haben konnte, dass die weltweiten Konflikte gelöst wurden. Denn nur in dieser permanenten, immer weiter eskalierenden Bedrohungsspirale ließen sich die teuren Plätze in den Vaults überhaupt verkaufen. So kaufte beispielsweise Vault-Tec während des gesamten Chinesisch-Amerikanischen Krieges systematisch alle Technologien auf, die diesen Konflikt hätten beenden können, um sie "in einer Schublade verschwinden zu lassen", wie Lee Moldaver gegenüber Cooper Howard erwähnte.

    Ereignisse vor dem Großen Krieg

    Hauptartikel: Ressourcenkrieg

    Die Jahre vor dem Großen Krieg waren geprägt durch eine globale Wirtschaftskrise, die durch die fortschreitende Verknappung wichtiger, vor allem fossiler Rohstoffe ausgelöst wurde. Anstatt sich angesichts der alle betreffenden Probleme zusammen zu tun und Lösungen zu finden, fielen die von Egoismus und übersteigertem Nationalismus beherrschten Staaten übereinander her und kämpften um die Kontrolle über die letzten verbliebenen Ressourcen. Die Kriegsbeute, Öl und Uran, wurde dabei gleichzeitig zur Waffe.

    Der Kalte Krieg zwischen Ost und West, der seit 1945 die Nachkriegszeit geformt hatte, endete 2051, indem er übergangslos in die ersten militärischen Aktionen mündete, die man in ihrer Gesamtheit schließlich als Ressourcenkriege bezeichnen würde. Die Europäer kämpften ab 2052 zunächst um die Kontrolle über die schon im Schwinden begriffenen Ölfelder des Nahen Ostens. Währenddessen rangen die USA und China vor allem im Pazifik ebenfalls - zunächst noch nicht militärisch - um die Kontrolle über die noch verbliebenen Rohstoffe. Als die Vereinten Nationen versuchten den Frieden zu erhalten, traten viele Mitglieder aus und innerhalb von zwei Monaten war die internationale Diplomatie am Ende, die VN wurden im Juli 2052 aufgelöst. 2060 waren die Ölfelder des Nahen Ostens erschöpft und die Vereinigten Staaten von Europa zerbrachen wieder in rivalisierende Nationalstaaten, die sich im Europäischen Bürgerkrieg bekämpften, der bis zum Großen Krieg andauern sollte.

    Die Ressourcenkriege erreichten eine neue Stufe, als die USA durch Sabotage der chinesischen Konkurrenzplattform die Kontrolle über das letzte bekannte Ölfeld im Pazifik erlangten. In grenzenloser Arroganz und Überheblichkeit weigerte die US-Regierung sich, anderen Nationen etwas von diesem Öl zu überlassen, dies führte zum Bruch mit Europa, gleichzeitig erkannte China den amerikanischen Sieg im Wettlauf um das Ölfeld nicht an und drohte mit Gegenmaßnahmen. Die USA boten daraufhin ihre Pazifikflotte zum Schutz der Poseidon-Bohrplattform auf, die Spannungen zwischen den beiden Großmächten nahmen zu und China begann schließlich 2066 die Invasion Alaskas, was den Beginn des Chinesisch-Amerikanischen Krieges markiert. Als die USA sich daraufhin als unschuldiges Opfer darstellten und Unterstützung ihrer Position erwarteten, verweigerten die anderen Staaten diese Gefolgschaft. Sie hatten schlicht keinen Grund mehr, den USA zu Hilfe zu eilen, hatten diese doch bereits offen erklärt, den eigenen Vorteil auf Kosten aller zu exerzieren. Die USA annektierten daraufhin Kanada und drängten im Anchorage-Feldzug vor allem durch den erfolgreichen Einsatz der Tb-51 Powerrüstung die unter Nachschubmangel leidenden Truppen Chinas zurück, um schließlich im Yangtze-Feldzug wiederum in China einzufallen.

    Im Januar 2077, nach zehn Jahren Krieg, in dem es irgendwann wahrscheinlich gar nicht mehr um die umstrittenen Ressourcen ging, sondern um die große Abrechnung mit dem verhassten Kommunismus, standen amerikanische Truppen in Übersee vor Peking. Aufgrund überdehnter Nachschublinien und kollabierender Produktionsketten litten sie nun aber selbst unter Versorgungsproblemen, und der Krieg erstarrte in einem kostspieligen Patt. Die besten Truppenverbände der US-Armee steckten fern der Heimat fest, in den USA selbst kam es immer häufiger zu Unruhen und lokalen Aufständen, die wiederum militärisch bekämpft wurden, die Annexion Kanadas band weitere, eigentlich nicht vorhandene Ressourcen, und hinter den Kulissen legten gleich mehrere Akteure Feuer an die Lunte. Der finale Showdown erfolgte schließlich am 23. Oktober 2077...

    Der Kriegsverlauf

    Wir zünden die Bombe selbst!Betty Pearson

    Der Große Krieg selbst begann mit dem Abschuss der Nuklearwaffen der bekannten Atommächte (hauptsächlich den USA und China). Bemerkenswert ist dabei, dass die eingesetzten Atomwaffen in der Mehrzahl die Größe (und teils auch das Aussehen) der Atombombe hatten, die 1945 Nagasaki zerstört hatte. Es waren also nicht wenige große, sondern viele kleine Bomben, die an jenem Samstagmorgen vom Himmel fielen.

    Die Westküste der USA wurde als erstes getroffen und die Ostküste wurde um 10:47 Uhr (gemäß den Uhren im dortigen Ödland) bombardiert. Praktisch jede größere Stadt wurde mit Bomben belegt, wobei die Angriffe sowohl mit Raketen als auch mit Atombombern erfolgten. Die Vorwarnzeit war an der Westküste extrem gering, den Menschen blieben teils nur Minuten, um die Schutzräume zu erreichen. Als sich die schweren Tore der Vaults schlossen, stand die Welt bereits in Flammen. Nach zwei Stunden war der Krieg selbst vorbei, die Arsenale verschossen (soweit man sie in der kurzen Zeit überhaupt noch in die Luft bekommen hatte). Die Städte brannten dagegen noch Tage, der Himmel verfinsterte sich und die Welt fiel in die Dunkelheit des nuklearen Winters.

    Die Geografie und Topografie des Planeten veränderten sich in diesem Feuersturm beträchtlich. Die Erdkruste selbst verformte sich unter der freigesetzten Energie der atomaren Explosionen. Ganze Gebirgsketten entstanden neu, Flüsse und Ozeane in der ganzen Welt wurden durch den radioaktiven Niederschlag verstrahlt und das Klima veränderte sich zu einer dauerhaften Jahreszeit: Einem brütend heißen Sommer, der die Wasserpegel der Ozeane, Flüsse und Seen weiter absinken ließ.

    Die Nachwirkungen

    Trotz der globalen Zerstörung blieben viele Gebiete grundsätzlich noch bewohnbar. Die Atomwaffen waren in der Mehrzahl in der Atmosphäre als "City Buster" detoniert und die massiven Betonbauten der Innenstädte und Fabrikanlagen hatten (zumindest auf US-Territorium) den Explosionen größtenteils standgehalten. So fanden die Überlebenden neben Ruinen auch kleinere Ansiedlungen und sogar Städte vor, die noch als solche zu erkennen waren. Auch in schwer bombardierten Gebieten, wie etwa Washington D.C., wurden viele Gebäude zwar beschädigt oder brannten aus, blieben aber in ihrer Grundstruktur stehen. Die meisten Straßen wurden jedoch von Trümmerschutt blockiert oder anderweitig unterbrochen, Brücken brachen zusammen, Tunnel stürzten ein. Die gesamte Infrastruktur wurde weltweit zerschlagen, die Energieversorgung zerschmettert. So wurde die Fortbewegung an der Oberfläche zu einer Herausforderung, besonders über große Entfernungen. Unterirdische Anlagen blieben dagegen mehrheitlich zumindest in Teilen intakt, wenn sie nicht direkt getroffen wurden. In den Ruinen der großen Städte bilden so beispielsweise die Tunnel der Metro-Systeme häufig die beste Möglichkeit sich fortzubewegen (auch wenn hier schon lange keine Züge mehr fahren und aufgrund tektonischer Verformungen der Röhren auch nicht mehr könnten).

    Rund eine Woche nach den nuklearen Explosionen begann der radioaktive Niederschlag (Fallout). Die Regentropfen waren schwarz, verseucht durch Ruß, Asche, Strahlung und giftige Chemikalien. Der Regen dauerte mehrere Tage an und tötete viele der überlebenden Menschen, Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen. Die, die auch das überlebten, fanden sich in einem unfruchtbaren Ödland wieder, in dem die meisten Pflanzen aufgrund der intensiven Strahlung vernichtet waren.

    Überraschenderweise überlebten Menschen an der Oberfläche, allerdings flüchteten sich die meisten, die keinen Platz in den Vaults ergatterten, in Keller, Metro-Stationen, Kavernen und Höhlen. Dort gründeten sie kleine Gemeinschaften auf einfachem Niveau und versuchten, den nuklearen Winter auszusitzen. Die Art der Gemeinschaft hing dabei stark davon ab, welchen Organisationen ihrer Mitglieder vor dem Krieg angehört hatten. So gründeten Angehörige des US-Militärs die Stählerne Bruderschaft, Wissenschaftler der Universität Boston gründeten das unterirdische Institut und die Menschen aus Vault 8 gründeten Vault City, während eine Schulklasse in einer Höhle Little Lamplight erschuf.

    Vermeidbare Tode

    Viele Menschen ignorierten am 23. Oktober 2077 aufgrund des Fehlalarm-Effekts die Alarmsirenen, da sie nach zahllosen Tests glaubten, dass es sich lediglich um eine weitere Übung handeln würde. Viele Vaults verschlossen daher ihre Tore (außer Vault 12, welche konstruktionsbedingt nie geschlossen werden konnte) erst, als die Bomben schon fielen, da die Verantwortlichen bis zum letzten Moment auf Nachzügler warteten. Einige Bürger, welche die Sirenen ernst nahmen, aber keinen Platz in einer Vault bekommen hatten, suchten an verschiedensten Orten Zuflucht, in denen sie sich in Sicherheit wähnten. Dies umfasste Kanalisationen, Metro Stationen, selbst gebaute Bunker (welche nicht annähernd mit dem Schutz der Vaults zu vergleichen waren), oder aufgegebene Regierungseinrichtungen. So flüchtete beispielsweise die Familie Keller in das örtliche Depot der Nationalgarde.

    Doch ohne einen starken Schutzmantel zwischen den Flüchtlingen und der verstrahlten und verseuchten Oberwelt (wie es in Little Lamplight oder Raven Rock der Fall war) überlebten nur die Wenigsten, und einige wurden zu Ghulen, welche sich zu eigenen Gemeinschaften zusammenschlossen. Es scheint, als überlebten einige Familien in Entwässerungszentren, wie das Signal Oscar Zulu, in dem ein gewisser Bob Anderstein um Hilfe für seine Familie bittet, vermuten lässt.

    Diejenigen, die in die Vaults fliehen konnten, wurden de facto in diesen eingesperrt und fanden sich dank Projekt Safehouse in einer trügerischen Sicherheit wieder. Es scheint zudem, als wäre ein gewisser Wohlstand notwendig gewesen, um einen Platz in einer Vault zu bekommen, da die hohen Baukosten der Vaults auf die Bewohner abgewälzt wurden. Die Ghul Carol, Hotelbesitzerin in Underworld und Freundin von Gob, dem Kellner in Moriarty's Saloon in Megaton, kommentiert das Thema jedenfalls mit "Meine Familie hatte nicht genug Geld, um in eine der Vaults zu kommen." (Näheres dazu unter Vaults)

    Mögliche Rolle der Aliens

    Es ist denkbar, dass die Aliens für den Krieg verantwortlich waren, da sie um die Atomwaffen der Menschheit wussten und beispielsweise die Startcodes für die Sprengköpfe der UdSSR kannten. Diese Theorie wird durch die vielen Alien-Gefangenen-Aufzeichnungen (genauer gesagt, Aufzeichnung 17) bestätigt oder zumindest untermauert.

    Vermächtnis

    Die Vorkriegszeit ist für die meisten Überlebenden des Großen Krieges die "gute alte Zeit", auch wenn nur noch die Ghule sie selbst erlebt haben. Wie alles längst Vergangene wird diese Zeit vor allem angesichts der eigenen Lebensumstände übermäßig verklärt und idealisiert. Viele wünschen sich diese Zeiten zurück und blenden die grundlegenden Konstruktionsfehler jener Vorkriegs-Gesellschaft völlig aus. Aber da die gesamte Welt in Schutt und Asche liegt, die Vorkriegs-Zivilisation ausgelöscht wurde und wichtige Ressourcen erschöpft sind, besteht sowieso keine Möglichkeit, diese Wunschträumerei zu verwirklichen.

    Geblieben sind den Menschen der Fallout-Welt nur die mehr oder weniger verstrahlten Ruinen der alten Welt, in denen sich ab und an in meist unterirdischen Anlagen noch funktionierende Technologie findet, dazu alles, was sich aus Schutt und Asche bergen lässt und noch funktionsfähig ist, von Holobändern über Computer bis hin zu Robotern und Handwaffen. Nur in einigen der 125 Vaults existiert die US-Zivilisation der Vorkriegszeit teilweise weiter, teils wirkte sie sich auf die Struktur neuer Gesellschaften aus, wie beispielsweise die Stählerne Bruderschaft oder Bunkerstadt. Da das Mojave-Ödland im Großen Krieg dank der Vorkehrungen von Mister House über eine effektive Raketenabwehr verfügte und dadurch nicht so schwer bombardiert wurde wie andere Regionen, ist im Bereich von New Vegas ebenfalls noch ein Schatten der Vorkriegszeit zu spüren.

    Zeitliniendifferenzen

    In Fallout 3 wird der Zeitpunkt der chinesischen Invasion Alaskas auf 2066 gelegt und die Dauer des Anchorage-Feldzuges beträgt 10 Jahre. In Fallout 2 findet sich dagegen im Sierra Army Depot ein Mitschnitt von GNN-Meldungen, wonach die USA das Ölfeld 2073 sicherten, 2074 die Verhandlungen über Ölexporte scheiterten, Kanada 2075 annektiert wurde, die Pazifikflotte 2076 abkommandiert wurde und chinesische Truppen am 10. Oktober 2077 in Alaska einfielen, um dort innerhalb von nicht einmal zwei Wochen geschlagen und bis nach Peking zurück gedrängt zu werden. Auch die Vereinten Nationen existierten gemäß dieser Meldungen noch bis in die 2070er.

    Galerie

    Quellen

    • Fallout Bible 0
    • Fallout 1
    • Fallout 2
    • Fallout 3
    • Fallout 4
    • Fallout: New Vegas
    • Fallout (TV-Serie)

    Externe Links

    1. ^ Googie, Wikipedia

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