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    Vaultpedia
    9.055Artikel
    Deutsch

    Haus der Cabots/Terminaleinträge

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    Diese Terminaleinträge befinden sich auf verschiedenen Terminals im Haus der Cabots in Fallout 4.

    Terminal (Jack Cabots Labor)


    (CabotHouseJackTerminal)
    [001E5E5F]

    Kopfzeile

    Willkommen bei Termlink von ROBCO Industries (TM)

    Willkommens-
    nachricht

    Willkommen, Jack Cab0t!

    Haupttext

    10.02.1968

    Ich glaube, dass ich dieses Terminal endlich korrekt eingerichtet habe. Mal sehen, ob ich das hier speichern kann ... Ja! Das wird meine Produktivität definitiv enorm steigern, egal wie sehr Mutter über "neumodische Apparate" schimpft. Ich bemerke gerade, dass ich mich beim Einrichten bei meinem Namen vertippt habe. Muss mal im Handbuch nachsehen, wie man das ändert ... Wäre nervig, das jedes Mal sehen zu müssen, wenn ich mich "anmelde"!

    > Zugriff auf Datenbank ...

    12.02.1968

    Versuche noch immer herauszufinden, wie dieser neue Computer funktioniert. Habe gestern Abend eine Stunde lang im Handbuch gesucht, aber weiß noch immer nicht, wie ich meinen Namen im Anmeldebildschirm ändern kann. Na ja, das kann warten. Irgendwann komme ich bestimmt drauf.

    Früher oder später muss ich mir die Zeit nehmen und meine alten Aufzeichnungen in dieses System übertragen, damit ich einfacher darauf zugreifen kann. Fürs Erste fasse ich meine bisherigen Fortschritte bei der Erforschung von Vaters Zustand zusammen, damit ich über eine Ausgangsreferenz verfüge.

    1. Bisher waren alle Versuche erfolglos, das Artefakt direkt zu entfernen. Jedes Mal sank Vaters Blutdruck gefährlich ab, und die messbaren Gehirnströme gingen gen Null. Identische Ergebnisse traten auf bei:
    * Allgemeinanästhesie (Vater bewusstlos)
    * Teilanästhesie (Vater bei Bewusstsein)
    * Verschiedenen Neuroleptika (MEMO: genaue Liste und Dosierung aus Aufzeichnungen übertragen)
    * Verschiedene Dosierungen von LSD (MEMO: Dosierungen aus Aufzeichnungen übertragen)

    2. Dies legt nahe, dass das Artefakt irgendwie deaktiviert werden muss, bevor es aus Vater entfernt werden kann.
    * Frage: Ist die psychotische Komponente dauerhaft? Wird sie also das Entfernen des Artefakts überdauern? Oder wird sie aktiv und direkt vom Artefakt verursacht?

    3. Ich bin fast seit Beginn sehr vorsichtig, was die direkte physische Interaktion mit dem Artefakt angeht. Meine ersten Versuche, es zu erforschen oder zu manipulieren, führten bei Vater zu ähnlichen körperlichen Symptomen wie meine Versuche, es zu entfernen. Ich werde davon absehen, bis ich deutlich mehr über die Funktionsweise des Artefakts verstehe.

    4. Aktives Scannen des Artefakts selbst hat sich als nutzlos erwiesen. Ich betrachte das aktuell als Sackgasse.
    * Röntgen: Bisher auf keinem der Bilder etwas zu sehen. Logischerweise kann ich Vater nur einer begrenzten Strahlendosis aussetzen.
    * Szintigrafie: Auch hier bleibt das Innenleben des Artefakts auf allen Wellenlängen verborgen.

    5. Passives Scannen war bisher vielversprechender. Ich habe vor, mich auf dieses Gebiet zu konzentrieren. Das Artefakt sondert Strahlung im gesamten elektromagnetischen Spektrum ab, in unterschiedlicher Stärke und mit unterschiedlichen Wellenlängen. Ich habe in Vaters Zelle bereits grundlegende telemetrische Anlagen eingerichtet und sammle seit zwei Jahren Daten. Bisher ist es nicht mehr als eine Andeutung künftiger Forschungswege, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ich mit der Zeit und mit moderneren Sensoren tatsächlich brauchbares Wissen darüber erlangen könnte, wie das Artefakt Vater kontrolliert.
    * MEMO: Militärische Sensoren von Senator DeSoto besorgen. Dort gibt es wahrscheinlich modernere Technologie als auf dem offenen Markt. Tausch gegen Serum-Proben muss wenn nötig in Erwägung gezogen werden.

    6. Die körperlichen Symptome und Veränderungen, die das Artefakt bei Vater hervorgerufen hat, gestalten sich wie folgt:
    * Extreme Paranoia und psychotische Tendenzen: Das war von Anfang an offensichtlich. Da bisher keine Droge bei der Milderung dieser Symptome Erfolg zeigte, weist alles darauf hin, dass diese direkt vom Artefakt verursacht werden.
    * Keine Alterung: Bisher unidentifizierte Veränderungen an der Zusammensetzung seines Blutes verhindern seit dem erstem Kontakt mit dem Artefakt jede Alterung. Es ist sogar möglich, dass er in besserer körperlicher Verfassung ist als zuvor. Es ist wahrscheinlich, dass das Artefakt einen Wirtsorganismus aktiv überwacht und auftretende Probleme "korrigiert".
    * Telekinese: die überraschendste Fähigkeit. Ich gehe vorsichtig davon aus, dass es sich hierbei NICHT um tatsächliche Telekinese handelt, sondern um etwas, was direkt von Mechanismen innerhalb des Artefakts hervorgerufen wird, möglicherweise durch eine Manipulation der Schwerkraftwellen, die jenseits der Möglichkeiten unserer aktuellen Technologie liegt.
    * Erhöhte Körperkraft: möglicherweise eine Nebenwirkung der Überwachung und "Verbesserung" des Wirts durch das Artefakt. Dies führte anfangs zu einigen Problemen dabei, Vater unter Kontrolle zu halten, bevor ich mir seiner Fähigkeiten voll bewusst war, aber jetzt ist es nur noch etwas, worauf ich achten muss.

    7. Die Zusammensetzung von Vaters Blut weist verschiedene Abweichungen von der menschlichen Norm sowie Spuren derzeit unidentifizierter Substanzen auf. Ich habe bewiesen, dass zumindest einige der oben beschriebenen Symptome durch Bluttransfusion auf eine andere Person übertragen werden können. Bisher konnte ich durch Ausprobieren ein Serum herstellen, das über einige der positiven Eigenschaften und wenige Nebenwirkungen verfügt, aber ich weiß nur sehr wenig darüber, wie das Serum tatsächlich wirkt. Ich werde weiterhin daran arbeiten, soweit es mir die Zeit erlaubt, aber es wird mir wohl nicht wirklich dabei helfen, Vater von dem Artefakt zu befreien.

    8. Röntgenbilder von Vaters Gehirn zeigen keine Spuren körperlichen Eindringens des Artefakts. Sein Schädel ist intakt, und es gibt keine Anzeichen darauf, dass es sein Fleisch irgendwie durchdrungen hat. Aktuell gehe ich davon aus, dass die Veränderungen seines Blutes und so weiter direkt vom Artefakt hervorgerufen werden: Es weist Vaters Zellen an, diese Substanzen zu erzeugen.

    9. Meine erfolgreichste Intervention bisher war die Entwicklung des "Abremalin-Felds" (genaue Spezifikationen in den Akten in Parsons). Die erste grobe Implementierung (1898) war einfach nur ein Vollspektrum-Dämpfungsfeld, das auf die Frequenzen eingestellt war, die das Artefakt erzeugt. Es hat zwar die Funktion des Artefakts eingeschränkt, aber deutlich auf Kosten von Vaters Gesundheit. Damals hatte ich keine Wahl - anders hätte ich ihn nicht unter Kontrolle halten können. Aber in den letzten Jahrzehnten war es eine Priorität, das Feld zu verbessern. Mir ist es gelungen, die negativen körperlichen Auswirkungen auf Vater zu reduzieren und gleichzeitig die telekinetischen Kräfte des Artefakts direkter zu blockieren. Bisher waren meine Versuche, die Interferenz des Feldes auf andere Aspekte des Artefakts zu erweitern, allesamt erfolglos. Sie führten zu ähnlichen körperlichen Symptomen wie die Versuche, das Artefakt physisch zu entfernen. Aber das Feld ist weiterhin der Forschungsansatz, der am meisten Erfolg verspricht. Wenn ich herausfinde, wie ich diese Kommunikation unterbinden kann, habe ich wohl den Schlüssel, sie zu entfernen, oder zumindest einige der anderen gefährlichen Symptome zu mildern, etwa seine Psychose.

    > Zugriff auf Datenbank ...

    23.07.1995

    Mutter und Emogene sind mal wieder nach Europa aufgebrochen, während ich mich um den aktuellen "Generationenwandel" kümmere. In unserer modernen Zeit wird das alles immer schwieriger. Zum Glück regiert Geld noch immer die Welt. Ich muss jemand Zuverlässigen finden, der sich um Parsons kümmert, während ich weg bin. Vielleicht kann man Anderson ja vertrauen?

    > Zugriff auf Datenbank ...

    05.01.1996

    Schön, wieder da zu sein. John Cabot, der lange verschollene Vetter der Cabots, ist zurückgekehrt, um sein Erbe nach dem tragischen Unfall anzutreten, bei dem Jack und seine Familie ums Leben kamen. Wie immer muss ich darauf achten, zu antworten, wenn mich die Leute mit "John" ansprechen. Und an diesen Bart muss ich mich auch erst noch gewöhnen. Aber das ist eben die Bürde der Unsterblichkeit. Anderson hat sich als loyal erwiesen und neigt nicht dazu, seine Nase in Dinge zu stecken - eine weitere überwundene Hürde. Ich muss versuchen, so viel wie möglich zu erledigen, solange Mutter fort ist. In diesen Übergangszeiten bin ich immer deutlich produktiver.

    > Zugriff auf Datenbank ...

    05.09.2023

    Ich experimentiere gerade mit einigen der neuen Transistoren herum, und es könnte möglich sein, eine tragbare Version des Generators des Abremalin-Felds herzustellen. Das wäre sehr hilfreich, wenn wir einmal gezwungen wären, Lorenzo in eine andere Einrichtung zu verlegen. Natürlich bedeutet das eine Menge Arbeit, und ein Test an Lorenzo steht außer Frage - ich werde es nicht riskieren, das Hauptfeld abzuschalten. Aber wenn wir das aktuelle Feldfrequenzmuster replizieren, sollten wir zumindest etwas haben, was wir im Notfall ausprobieren können, auch wenn ich mir nicht zu 100 Prozent sicher sein kann, dass es funktioniert.

    > Zugriff auf Datenbank ...

    22.11.2058

    Ich habe gerade einen neuen Typen angeheuert, der uns bei Familienangelegenheiten helfen wird: Edward Deegan, wurde mir wärmstens empfohlen. Es fällt mir mittlerweile zu einfach, den Lauf der Zeit zu ignorieren, aber mir ist vor kurzem aufgefallen, wie alt Daniel langsam wird. Er wird in ein paar Jahren aufhören müssen, und es ist höchste Zeit, seinen Nachfolger heranzuziehen. Das ist immer ein so nerviger Vorgang, den ich zu gern aufschiebe, besonders weil Mutter mit neuen Leuten immer so schwierig sein kann. Wenn Edward sich als zuverlässig erweist, kann ich ihn nach und nach in die "Familiengeheimnisse" einweihen. Kompliziert, aber nötig. Mutter mag ihn offenbar, was ein wichtiger erster Schritt ist.

    > Zugriff auf Datenbank ...

    15.04.2075

    RobCo waren mal wieder da. Auch wenn es nur eine Kleinigkeit ist: Dieser Fehler auf dem Anmeldebildschirm macht mich noch verrückt. Ich dachte, dass das mit den verbesserten Terminals endlich vorbei sein würde. Dieses Mal habe ich definitiv darauf geachtet, meinen Namen korrekt einzugeben. Aber nein, beim nächsten Hochfahren war der Fehler wieder da.

    Jetzt haben sie das System vollständig gelöscht und es von ihren Master-Holobändern neu installiert. Und kaum zu glauben, aber der Tippfehler war noch immer da. Sie haben mir versprochen, ihre besten Techniker auf das Problem anzusetzen, aber ich bin mir nicht sicher, ob sie das auch wirklich ernst gemeint haben. Wenn ich in den nächsten Wochen nichts von denen höre, wird es wohl Zeit für ein paar Gespräche.

    > Zugriff auf Datenbank ...

    28.10.2076

    Offenbar ist die politische Lage mittlerweile sehr gefährlich. Ich achte nicht sonderlich auf das Tagesgeschehen, aber Emogenes neuester Verehrer ist ein hohes Tier in irgendeinem Amt, und er erzählt ihr furchterregende Geschichten darüber, wie nah wir alle vor einem großen Atomkrieg stehen. Ich frage mich, ob wir wohl in die Fußstapfen der Alten treten, die das Artefakt erschaffen haben. Wenn ja, wer sind dann wohl unsere Nachfahren, in tausenden von Jahren? Wird eine Zivilisation von Kakerlaken irgendwann auferstehen und sich über die Artefakte wundern, die wir hinterlassen haben?

    > Zugriff auf Datenbank ...

    01.12.2077

    Es ist tatsächlich passiert. Ich glaube nicht, dass ich wirklich begriffen habe, was das langfristig bedeutet - im Moment jagt eine Krise die nächste. Wir sind definitiv noch nicht aus dem Schneider, aber allein, dass ich das hier schreiben kann, bedeutet, dass es uns besser geht als den meisten Leuten.

    Mir fehlt die Zeit, alles niederzuschreiben, was passiert ist. Zum Glück blieb Boston ein direkter Treffer erspart. Mein erster Gedanke galt natürlich Parsons: Wir mussten um jeden Preis den Strom am Laufen halten. Wir hatten schon immer Notfallgeneratoren, mehr als sogar für Krankenhäuser üblich war, aber diese waren auf kurze Einsätze ausgelegt, nicht als permanente Stromzufuhr. Dann war da noch die Frage der Sicherheit. Edward hatte sich als erstaunlich findig erwiesen - er hatte bereits einen Plan für genau diesen Notfall parat. Dem Himmel sei Dank, dass er die Nachrichten mehr verfolgt hat als ich. Trotzdem kann man nicht wirklich Pläne für das Ende der Zivilisation machen. Er und ich sind jetzt seit fast einen Monat in Parsons und versuchen zu verhindern, dass alles komplett vor die Hunde geht. Edward war mehr draußen unterwegs, als er sollte. Ich fürchte, er hat eine heftige Dosis Strahlung abbekommen. Aber uns blieb keine Wahl. Ich werde für ihn tun, was ich kann - ich wüsste nicht, wie ich ihn im Moment ersetzen sollte.

    Emogene hat sich enorm ins Zeug gelegt. Ich wusste gar nicht, was in ihr steckt. Der Mann, der sich um alles kümmern sollte, erwies sich als unzuverlässig. Offenbar ist er durchgedreht und hat versucht, Emogene und Mutter mit vorgehaltener Waffe hinauszuwerfen. Aber er hatte nicht mit Emogene gerechnet - hätte ich auch nicht. Sie übernahm das Kommando und hat hier trotz allem irgendwie alles am Laufen gehalten. Mal sehen, was Edward machen kann, was eine dauerhafte Lösung des Stromproblems und der Sicherheit des Hauses Cabot anbelangt. Aber im Moment könnte alles deutlich schlechter laufen. Ich nehme an, dass unsere Ressourcen in den kommenden Jahren bis ans Limit strapaziert werden, aber irgendwie freue ich mich über die Herausforderung. Eins ist sicher: Der Weltuntergang ist nicht langweilig.

    > Zugriff auf Datenbank ...

    20.06.2080

    Jetzt kann ich wohl endlich sagen, dass es bergauf geht. Edward hat eine mehr oder weniger zuverlässige Sicherheitstruppe rekrutiert, die Parsons beschützt. Die Stromversorgung ist nun wieder stabil. Edward versichert mir, dass wir jetzt genug Ersatzteile für mindestens 50 Jahre haben. Das größte Problem ist noch immer diese Reise zwischen hier und Parsons - sieht noch immer nicht danach aus, als würden Recht und Gesetz so bald zurückkehren. Eigentlich genau das Gegenteil. Aber Edward hat sich als geschickt im Umgang mit den verschiedenen Schlägerbanden erwiesen, die immer häufiger auftauchen.

    Apropos Edward: Seine Strahlenkrankheit hat sich höchst positiv entwickelt. Eine Weile dachte ich, dass er garantiert sterben würde, aber dann wurde sein Zustand stabil. Jetzt scheint er sogar immun gegen Strahlung zu sein. Offenbar ist das auch bei anderen Überlebenden aufgetreten, aber Edward hat mir erzählt, dass diesen Leuten mit enormen Vorurteilen begegnet wird. Kaum zu glauben, da sie doch so hervorragend an das Überleben in dieser neuen Welt angepasst sind.

    Ein Vorteil des Untergangs der Zivilisation, mit dem ich nicht gerechnet hätte: Wir müssen jetzt nicht mehr regelmäßig "sterben". In näherer Zukunft kann ich einfach wieder Jack Cabot sein - keine Nachbarn mehr, die ihre Nase in unsere Angelegenheiten stecken!

    > Zugriff auf Datenbank ...

    07.05.2115

    In letzter Zeit tauche ich tiefer in Lorenzos Arbeit ein als je zuvor. Jetzt wünschte ich, ich hätte mich - als es noch möglich war - mehr bemüht, den Standort des sogenannten Ubar zu finden. Nach meinem ersten Fehlversuch, den Standort zu finden, tat ich die Suche als sowohl hoffnungs- als auch nutzlos ab. Ich wollte meine Energie lieber auf die unmittelbaren Probleme konzentrieren. Aber jetzt, nachdem ich Lorenzos Aufzeichnungen genauer studiert habe, bin ich der Ansicht, dass sich darin genug Hinweise auf die allgemeine Position befinden und eine groß angelegte Suchaktion mit Flugzeugen erfolgversprechend gewesen wäre. Dies stand bei meinem ersten Versuch natürlich außer Frage. Vielleicht hätte ich weitere Artefakte finden können, die ich direkter untersuchen könnte. Auch wenn sie völlig anderen Zwecken dienten, wären sie unerlässlich für ein Verständnis der Funktionsweise dieser uralten Technologie.

    Mir ist außerdem aufgefallen, wie genial Lorenzo eigentlich war. Ich habe seine Theorien viel zu schnell abgetan - ah, die Überheblichkeit der Jugend! Ich bin jetzt davon überzeugt, dass sein Ursprungsgedanke richtig war: Das Artefakt, das er gefunden hat, wurde von Menschen hergestellt. Alle Indizien waren vorhanden, aber Lorenzo war der einzige, der tatsächlich den Durchblick hatte. Eine erschütternde Erkenntnis: Wenn er es nur geschafft hätte, ein bisschen diplomatischer mit Idioten umzugehen, wären seine Theorien allgemein anerkannt worden, und er hätte seine letzten Expeditionen nicht im Geheimen durchführen müssen.

    > Zugriff auf Datenbank ...

    Terminal (Emogene Cabots Zimmer)


    (CabotHouseEmogeneTerminalDesk_ChairFederalist)
    [001E97BA]

    Kopfzeile

    Willkommen bei Termlink von ROBCO Industries (TM)

    Willkommens-
    nachricht

    Herzlich willkommen, Emogene Cabot!

    Haupttext

    11.02.1968

    Mal wieder ein ungewolltes Geschenk meines liebenden Bruders. Könnte dennoch interessant sein, damit herumzuspielen.

    > Zugriff auf Datenbank ...

    19.02.1968

    Diese ganze Computersache ist jetzt doch interessanter als gedacht. Ich lerne eine Menge von verschiedenen Mailboxen. Jack beschwert sich ständig über einen Fehler, den er beim Einrichten seines Terminals gemacht hat, also habe ich ein wenig herumgesucht, bis ich die Datei gefunden habe. Es wäre so einfach, den Fehler für ihn zu beheben, aber es ist deutlich lustiger, ihm dabei zuzusehen, wie er es selber versucht.

    > Zugriff auf Datenbank ...

    01.04.1968

    Hab mit ein paar neuen Ideen rumgespielt, dabei ist mir ein guter Streich eingefallen. Mal sehen, wie lange es dauert, bis Jack dahinterkommt?

    > Zugriff auf Datenbank ...

    18.06.1984

    War wieder bei Vater. Bin einfach nach Parsons gegangen und habe gedroht, eine Szene zu machen, bis Jack mich endlich zu ihm gelassen hat. Keine Ahnung, warum ich mir das noch immer antue. Vater strengt sich für mich an, aber ich weiß, dass er nicht mehr er selbst ist, seit er mit dieser grauenhaften Krone von seiner Reise zurückgekehrt ist. Ich hoffe weiter, dass er irgendwie wieder er selbst werden wird, dass ich noch einmal einen Schimmer des echten Menschen erhaschen kann.

    Vielleicht hat Jack ja irgendwann Erfolg. So nervig er auch sein kann, es ist klar, dass er sehr schlau ist.

    > Zugriff auf Datenbank ...

    03.05.1994

    Hatte das Serum jetzt einen ganzen Monat abgesetzt. Ich dachte, dass ich es dieses Mal durchhalte, aber ... wenn man tatsächlich fühlt, wie man jeden Tag älter wird, und man weiß, wie man es verhindern kann ... Es ist schwierig, Jugend und Schönheit freiwillig aufzugeben. Jede Wette, dass die meisten Leute das nicht könnten, wenn sie die Wahl hätten.

    > Zugriff auf Datenbank ...

    15.04.2075

    Offenbar haben die Techniker von RobCo keine Ahnung, wie ihre eigenen Systeme funktionieren. Hallo? Das ist eine einfache BAT-Datei im Root-Verzeichnis des Datenbank-Servers! Wohl kaum der Hack des Jahrhunderts oder so. :)

    > Zugriff auf Datenbank ...

    09.11.2076

    Es wird alles ständig nur schlimmer. Was mir Robert so erzählt ... Die meisten Leute wissen gar nicht, wie übel es ist. Und wir sitzen hier, beschützt in unserer kleinen familiären Cabot-Blase aus Privilegien. Ich wollte mit Jack darüber reden, aber der ist wie immer in seiner eigenen Welt. Wahrscheinlich weiß er nicht mal, welches Jahr wir schreiben. Und Mutter ... da will ich gar nicht erst anfangen. Ihr ganzes Leben basiert darauf, dass sie Dinge ausblendet.

    Ich weiß, es ist Wahnsinn, das auch nur zu denken, aber vielleicht ist es besser so. Wenn ich wirklich wollte, könnte ich mir wohl mit einer Pistole oder Gift ein Ende setzen, aber ich könnte nie so ... vorsätzlich handeln. Wie egoistisch muss man sein, dass man denkt, die Welt muss untergehen, damit man sich den Selbstmord erspart?

    > Zugriff auf Datenbank ...

    23.10.2077

    Es ist soweit. Ich glaube, dass eine Bombe in der Nähe eingeschlagen ist. Kompletter Stromausfall, soweit wir das von hier überblicken können. Der Notstrom im Haus läuft noch, aber nicht mehr lange. Edward und Jack versuchen, nach Parsons zu kommen - Prioritäten, natürlich. Jack hat Anders die Verantwortung für hier übertragen. Kompetenter Mann, aber mir gefällt nicht, wie er seitdem dreinschaut.

    Ich gehe wohl besser wieder zu Mutter.

    > Zugriff auf Datenbank ...

    19.11.2077

    Habe den Strom wieder zum Laufen gebracht. Die Dinge stehen sehr schlecht, aber ... Ich würde das nie offen zugeben, aber so viel Spaß hatte ich schon ewig nicht mehr. Mir ist nicht mehr langweilig. Vielleicht geht es den meisten Leuten immer so ... Ich kann mich wirklich nicht mehr daran erinnern, wie ich mich vor dem Serum gefühlt habe.

    Oh, und Anders ist tot. Ich habe ihn getötet. Niemand kann das fassen. Zwei Tage, nachdem Jack aufgebrochen ist, entschied er, dass Haus Cabot ihm gehört und Mutter und ich gehen sollten. Kann ihm da keine Vorwürfe machen, schließlich ging die Welt unter. Dafür gibt es in den meisten Arbeitsverträgen wohl keine Klausel. Aber er hat den Fehler gemacht, mich zu unterschätzen. Er wusste nicht, wie schnell ich bin, oder wie stark. Ich hätte ihn einfach weggeschickt, aber er wollte ja unbedingt kämpfen. Wahrscheinlich besser so. Eine Person weniger da draußen, die weiß, was wir hier haben.

    Wir haben seit einer Woche nichts von Jack gehört. Habe versucht, so gut gelaunt wie immer zu sein, und für alle gute Miene gemacht, aber wer weiß schon, ob sie es schaffen. Zumindest ist Edward bei ihm. Wenn jemand das alles überstehen kann, dann Edward.

    > Zugriff auf Datenbank ...

    02.12.2077

    Jack ist endlich wieder zurückgekehrt. Er sagt, dass Edward schwer strahlenkrank ist. Er hat ihn in Parsons gelassen. Er rechnet wohl mit dem Schlimmsten. Keine Ahnung, warum wir beide noch gesund sind - wenn ich es mir überlege, war ich recht oft draußen. Vielleicht ein weiterer Vorteil von Jacks Zauberserum. Ich muss mich bei Vater dafür bedanken, wenn ich ihn das nächste Mal sehe.

    > Zugriff auf Datenbank ...

    11.08.2089

    Offenbar kann sogar die Apokalypse langweilig werden. Jack und Edward sind zu gut darin, für unsere Sicherheit zu sorgen. Sieht aus, als wäre die Familie Cabot immun gegen den Weltuntergang, genau wie gegen alles andere. Wir machen einfach weiter, wie immer. Manchmal gefällt mir das sehr gut, weil man sich dadurch unglaublich überlegen fühlt. Manchmal macht es mich so richtig traurig. Meistens ist es einfach nur unfassbar langweilig.

    > Zugriff auf Datenbank ...

    04.07.2120

    Ich habe aufgehört, den Leuten auch nur zu sagen, wohin ich gehe. Die Welt ist nicht so gefährlich, wie Jack sagt. Es gibt da draußen noch Menschen, die ihr Leben leben, wie immer. Wahrscheinlich sind jetzt mehr bereit, einen zu töten, aber wohl auch nur, weil sie es KÖNNEN. Ich hatte schon immer das Gefühl, dass uns viele Leute gern tot sehen würden - sie wären nur nicht damit durchgekommen.

    > Zugriff auf Datenbank ...

    13.03.2251

    Keine Ahnung, womit Jack sich beschäftigt hält, tagein, tagaus. Man sollte meinen, dass ihm die Hoffnungslosigkeit der Lage nach all den Jahren bewusst sein sollte. Vielleicht macht er es einfach nur aus Gewohnheit, so wie ich? Oder vielleicht hat er es aufgegeben, Vater heilen zu wollen? Ich meine, was kommt dann? Was wird aus uns? Außer mir hat bisher niemand versucht, auf das Serum zu verzichten. Wenn Jack und Mutter glauben, dass sie so einfach ohne auskommen könnten, machen sie sich was vor.

    > Zugriff auf Datenbank ...

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